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Insolvenzen steigen

Der Anteil der Mikrobetriebe an Insolvenzen steigt weiter an: Hatten im letzten Jahr noch 75,7 Prozent aller insolventen Betriebe bis zu fünf Beschäftigte, so sind es aktuell 78,4 Prozent. Leicht zugenommen hat aber auch der Anteil der Unternehmen, die mehr als 500 Personen beschäftigen, und zwar um 0,1 Prozentpunkte auf 0,8 Prozent. Trotz deutlicher Rückgänge bei den Bauinsolvenzen haben es auch diesmal wieder drei Unternehmen aus dem Bau in die Liste der größten Insolvenzen des ersten Halbjahres 2007 geschafft: Die Bohlen & Doyen Bau und Service GmbH, die Wiemer und Trachte GmbH und die Deilmann Haniel KG.  

Hauptwirtschaftbereiche

Die weiteren großen Insolvenzen waren die der ISE Innomotive Systems Europe GmbH, die der Schulte GmbH Fachgroßhandel für Sanitär, Heizung, die Jurex GmbH, das Klinikum Niederberg GmbH, die BBS Kraftfahrzeugtechnik AG und zuletzt noch die Göttinger Gruppe. In der ersten Hälfte des laufenden Jahres wurden insgesamt 454.300 Gewerbeanmeldungen registriert, das entspricht einem Rückgang von 8.500 Betrieben im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Gleichzeitig erhöhte sich die Zahl der Abmeldungen – und zwar um 10.100 Fälle auf 367.100. Der Rückgang der Neuanmeldungen im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen dem Wegfall der Ich-AG-Regelung geschuldet. Der Gründungszuschuss, das neue Instrument zur Förderung arbeitsloser Existenzgründer, konnte bislang nicht zur Verbesserung der Startbedingungen für Existenzgründer beitragen.