inkasso unternehmen

Geringere Insolvenzschäden

Die Schäden durch die Unternehmensinsolvenzen sind im erste Halbjahr 2007 moderater ausgefallen und belaufen sich auf insgesamt 16,2 Milliarden Euro damit 0,9 Milliarden Euro weniger als noch vor einem Jahr. Davon entfällt der Löwenanteil – nämlich 10,8 Milliarden – auf private Gläubiger; der öffentlichen Hand fehlen insgesamt 5,4 Milliarden Euro durch Insolvenzausfälle.

Die durchschnittliche nicht einbringliche Forderungssumme pro Unternehmensinsolvenz beträgt für das erste Halbjahr 2007 766.000 Euro – im vergangenen Jahr waren es noch 687.000 Euro, die pro Insolvenz offen blieben.   Die insolvenzbedingten drohenden Arbeitsplatzverluste verringerten sich parallel zur Abnahme der Unternehmensinsolvenzen um 19,7 Prozent und belaufen sich für die ersten sechs Monate des laufenden Jahres auf 188.000 Betroffene (Vorjahr: 234.000).  

Arbeitsplatzverlust

Am deutlichsten abgenommen haben die Insolvenzen im Bausektor: Um 21,1 Prozent auf 2.540 betroffene Betriebe (Vorjahr: 3.220) haben die Konkurse in dieser Branche abgenommen. Auch das Verarbeitende Gewerbe weist überdurchschnittliche Rückgänge auf: Insgesamt kommen 1.460 Insolvenzen aus diesem Hauptwirtschaftsbereich – das entspricht einem Rückgang um 20,7 Prozent (Vorjahr: 1.840).  

Nur unterdurchschnittlich hingegen nahmen die Insolvenzen bei den Dienstleistern und im Handel ab. Während hier ein Rückgang um 11,1 Prozent auf 7.160 (Vorjahr: 8.050) Unternehmensinsolvenzen zu verzeichnen ist, sind dort insgesamt 2.940 Konkurse zu zählen, was einer Abnahme von 12,0 Prozent entspricht. Bei den Rechtsformen dominieren die Kleingewerbetreibenden – sie stellen 55,5 Prozent (Vorjahr: 52,4 Prozent) aller Unternehmensinsolvenzen – gefolgt von den GmbH-Insolvenzen, die 30,6 Prozent (Vorjahr: 33,4 Prozent) des Insolvenzgeschehens ausmachen